6 Tipps für mehr Achtsamkeit im Alltag

Achtsamkeit awareness achtsam


Achtsamkeit bedeutet im Hier und Jetzt zu sein. Das Leben in genau diesem Augenblick wahrzunehmen wie es ist und nicht über morgen, gestern oder den nächsten Moment nachzudenken. Während ich diese Zeilen tippe, bin ich mir dessen vollkommen bewusst. Wie meine Finger die Tasten des Laptops berühren und meine Augen jedem neuen Worten auf dem Bildschirm folgen.

Die meisten von uns gehen nicht achtsam durchs Leben. Wir sind zu beschäftigt, leben nicht im Moment, alles muss immer schnell gehen. Auf dem Weg zur Arbeit checkst du schnell deine Mails, nebenbei hörst du Musik und schiebst dir noch das ungesunde Frühstück vom Bäcker und den Coffee to go rein, mit den Gedanken bist du schon im Wochenende. Du bist gewissermaßen auf ‚‘Auto-Pilot’’. Die meisten Dinge tun wir einfach ohne wirklich mitzubekommen, was da eigentlich gerade abgeht. Dabei ist Achtsamkeit ein so einfaches Tool, unser Leben zu verbessern. Sie lehrt uns Dankbarkeit und macht das Leben lebenswerter.

So kannst du ohne großen Aufwand mehr Achtsamkeit im Alltag praktizieren:

1. Atmen.

Klingt simpel? Theoretisch ja. Allerdings atmen rund 2/3 der Menschen sogar falsch. Wenn du also das nächste mal gerade auf etwas wartest oder vielleicht in der Bahn sitzt, whatever, nimm dir einfach mal 60 Sekunden, in denen du ganz bewusst durch die Nase ein- und wieder ausatmest, vor jedem ausatmen kurz innehältst und so deinen Geist zur Ruhe kommen lässt. Das Zählen kann dabei auch hilfreich sein. Mit jedem ein- und ausatmen, bis du bei zehn angelangt bist und wieder von vorne.

2. Barfuß gehen.

Am besten draußen, auf einer Wiese, einem Feld oder auch auf Asphalt. Weil das Gefühl, in der Natur Barfuß zu laufen, für uns (leider) relativ ungewohnt geworden ist, richtet sich unser Bewusstsein automatisch auf das Gehen. Du achtest einfach verstärkt darauf, wo genau du jetzt als nächstes hintrittst. Sollten deine Gedanken doch mal abschweifen, sag dir im Kopf einfach immer wieder: ‚‘Ich gehe, ich gehe’’. In Verbindung mit der achtsamen Atmung kann das ein sehr meditatives Erlebnis sein, auch Gehmeditation genannt.

3. Bewusst essen.

Wann hast du das letzte mal eine Mahlzeit richtig genossen, dir Zeit dafür genommen und nebenbei nicht den Fernseher, Laptop oder dein Smartphone angestarrt und das Essen wurde nur noch zur Nebensache? Bei buddhistischen Mönchen ist es zum Beispiel Gang und Gebe im Schweigen zu Essen. Versuch das doch auch mal. Beim nächsten mal setzt du dich einfach mal an ein ruhiges Plätzchen mit deiner Mahlzeit, ohne jegliche Art von Ablenkung, und fokussierst dich nur darauf. Nimm es bewusst wahr mit allen Sinnen. Nimm dir Zeit, um es wirklich zu schmecken, den Geruch wahrzunehmen. Frag dich wonach es schmeckt, ist es scharf, bitter, süß..? Wurden frische Kräuter verwendet? Wo kommt das essen her? etc.

4. Alltägliche Aktionen bewusst verrichten.

Achte mal auf Dinge, die du sonst ganz automatisch machst, ohne groß darüber nachzudenken. Zähne putzen, Haare bürsten, Geschirr spülen oder duschen zum Beispiel. Frage dich: ‚‘Was tu ich hier gerade?’’. und lenke deine Aufmerksamkeit bewusst darauf, wie du zum Beispiel jeden Zahn gründlich putzt, wie sich das anfühlt, ob du schnell oder langsam putzt. Klingt komisch, aber so kann etwas einfaches wie Zähne putzen wirklich zu einer intensiven Erfahrung werden.

5. Den Körper wahrnehmen.

Nimm dir wenigstens einmal am Tag einen Moment, um in deinen Körper reinzuhorchen und eine kleine Bestandsaufnahme zu machen. Geht es dir gut? Tut irgendwas weh? Hast du Verspannungen, Unwohlsein, zwickt etwas, ist dir kalt/warm? Wenn möglich, mach ein kurzes Stretching und konzentriere dich dabei auch auf Körperteile, die oft vernachlässigt werden. Dehne deine Finger, deine Handgelenke.

6. Richtig zuhören.

Vielen fällt das gar nicht so leicht. Wenn du achtsam zuhörst bedeutet das, dass du dich voll und ganz dem widmest, was dein gegenüber dir zu sagen hat, ohne dabei in Gedanken schon deine mögliche Antwort auf den nächsten Satz zu formen. Sei dabei völlig unvoreingenommen und versuche nicht abzuschweifen. Denk dir einfach, das was dein Gesprächspartner dir da gerade erzählt, ist das wichtigste überhaupt und deshalb darf dir keine Information entgehen.

Mir persönlich helfen diese Tipps immer super, einen Gang runterzuschalten und mich daran zu erinnern, wieder mehr im Moment zu leben. Falls du selbst noch nützliche Tipps für mehr Achtsamkeit hast, teile sie gerne in den Kommentaren!

4 Comments

  1. Hi Laura,

    Barfuß gehen ist wirklich toll, ich liebe es 🙂 Ganz lange habe ich es kaum gemacht, bis ich während 3 Monaten in Südostasien wieder auf den Geschmack gekommen bin. Nach 3 Monaten fast nur Barfuß laufen, war es schwer in Deutschland bei schlechtem Wetter wieder Schuhe zu tragen 😀
    Aber am wichtigsten finde ich deinen letzten Punkt „richtig zuhören“, nicht nur im Bezug auf Achtsamkeit, sondern auch bzgl zwischenmenschlicher Beziehungen. Wer richtig zuhört, versetzt sich mehr in die andere Person rein, beschäftigt sich mehr mit dem Gesagten und so ist auch die Antwort in der Regel tiefgehender, was der Beziehung gut tut.
    Schöner Post 🙂

    Liebe Grüße

    Claudi

    1. Hi Claudi!
      Das glaub ich dir aufs Wort, es gibt einfach kein besseres Gefühl als Barfuß laufen. 🙂
      Ich geb dir vollkommen recht, das macht definitiv viel aus und gibt der anderen Person auch einen viel größeren Wert.
      Deshalb finde ich auch kleine Gesprächspausen oder eher – Gedankenpausen mittlerweile gar nicht mehr so schlimm. Früher empfand ich das immer als total unangenehm, aber im Grunde zeugt es eher von Mut und da kommt meistens eine Antwort, die einem wirklichen Wert liefert, anstatt Larifari.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*